Recap unseres Webinars vom 6. März 2026. Wir hätten euch hundert Sachen zeigen können. Haben wir nicht. Stattdessen haben wir eine Frage gestellt, die einfach klingt, aber die wenigsten sauber beantworten können: Was sind eigentlich die 5% in deinem Marketing, die den größten Effekt haben?
Zweiundvierzig Leute waren live dabei, ein paar davon schon zum dritten Mal. Der Chat war ruhiger als beim letzten Mal, die Köpfe dafür voller. Till hat das Thema Copy übernommen, ich hab über Workflows und die Disruptionskante gesprochen, und am Ende haben wir noch circa dreißig konkrete Ideen durchgeballert, die man sofort umsetzen kann. Hier das Wichtigste.
Die Disruptionskante
Wir sehen grade drei Sachen gleichzeitig passieren:
- Der Shift weg von Google hin zu KI-Systemen.
- Ads werden immer unprofitabler.
- Die Kosten für Content-Produktion gehen gegen null.
Das ist kein langsamer Wandel. Das ist ein Bruch.
Früher haben VCs gesagt, die besten Firmen zum Investieren sind dreißig Leute. Heute sagen sie: fünf. Fünf smarte Leute mit Agenten schaffen, was früher dreißig geschafft haben. Das klingt übertrieben, bis man’s in der Praxis sieht.
Wir nennen die aktuelle Phase die Phase der Disruptionskante. Die Schere zwischen Teams, die automatisieren, und Teams, die so weitermachen wie bisher, wird gerade riesig. Und in diesem Fenster liegen Chancen, die es so vorher nicht gab und nachher nicht mehr geben wird. Wie Arbitrage am Kapitalmarkt: Irgendwann schließt sich das Fenster. Aber jetzt ist es offen.
Copy: Der unterschätzteste Hebel
Till hat’s auf den Punkt gebracht. Ein Kunde aus dem Medizin- und Beauty-Bereich. Monatlicher Umsatz von 5k auf 45k in drei Monaten. Nur durch Copy. Kein Redesign, kein neues Ad-Budget. Nur die Worte auf der Seite, SEO/GEO-optimiert und emotionalisiert.
in 3 Monaten · nur durch veränderte Copy
Kurze Prompts schlagen lange Briefings
Wie das mit KI geht, ohne dass es nach KI klingt? Wir hatten einen Kunden, der uns fünfzig Dokumente geschickt hat: Brand Guide, Pressemitteilungen, Newsletter, alles. Gefüttert in die KI kam nur Brei raus. Am Ende war es ein einziger, kurzer Prompt, der den Job gemacht hat. Für vier verschiedene Agenten, die jeweils einen Texttyp übernommen haben.
60% → 70% → 80%
Reiner KI-Output liegt bei circa 60% von dem, was möglich ist. Drei bis fünf gezielte Wiederholungen bringen dich auf 70%. Ein bisschen menschlicher Feinschliff, und du bist bei 80%, besser als fast alles, was da draußen an Texten existiert.
Die letzten 20% sind wie die letzten 20% beim Laden eines Elektroautos: absurd hart zu erreichen. Für die meisten lohnt sich der Sweetspot bei 80% mit KI plus ein Copywriter, der die wichtigsten Headlines schreibt.
Merkmal → Mehrwert → Mensch
Und wenn ihr nur eine Sache aus dem Copy-Teil mitnehmt, dann diese. Nicht schreiben, was euer Produkt kann. Schreiben, was es verändert.
| Ebene | Beispiel | Wirkung |
|---|---|---|
| Merkmal | Wanderschuhe mit weichem Lamaleder | Interessiert keinen. |
| Mehrwert | Besonders anschmiegsam an der Hacke | Schon besser. |
| Mensch | Keine Blasen mehr beim Wandern | Hier kaufen Leute. |
Workflows: Systeme statt Menschen
Der Treiber für Outcome sind heute Systeme, nicht mehr Menschen. Klingt hart, ist aber die Realität. Gleiche Teamgröße, aber mit Automatisierung, schafft ein Vielfaches. Wir haben einen Workflow gebaut, mit dem wir auf einen Klick 750 Texte erstellen können. Keywords in eine Excel-Tabelle, Stories dazu, Claude verarbeitet das über Nacht und legt alles fein säuberlich in Google Drive ab.
Videoautomatisierung ist auch geknackt. Früher hast du 5.000 Euro für ein YouTube-Video ausgegeben und vier Stück im Monat gemacht. Heute kannst du für das gleiche Budget 500 Videos machen. Immer noch ein bisschen Mensch drin, aber der Anteil wird kleiner.
gleiches Budget · und wenn du 500 machst und der Wettbewerber vier, gewinnst du durch die schiere Masse
Agenten, die Browser bedienen, Agenten die andere Agenten steuern, das ist keine Zukunftsmusik mehr. Ich hab Claude gesagt: schick meiner Frau ein Hi auf LinkedIn. Hat LinkedIn aufgerufen, sie rausgesucht, Message geöffnet und geschrieben. In zwölf Monaten wird das Voraussetzung sein, nicht Vorteil.
Und dann noch circa dreißig Ideen
Den Rest des Webinars haben wir mit konkreten Ideen gefüllt, die man sofort umsetzen kann. Von One-Click-Glossaren über Grounding Pages bis zu Community Carousels. Wir haben die alle in einem eigenen Blogpost aufgeschrieben, weil es sonst den Rahmen sprengt.
34 Organic-Growth-Ideen, die du morgen umsetzen kannst
Die komplette Ideenliste aus dem Webinar, sortiert nach Website & SEO, GEO & AI-Sichtbarkeit, Social & Distribution sowie Data & Conversion.
Ideen ansehen →Das Webinar hat sich angefühlt wie als ich 2009 die SEO-Agentur gestartet hab. Nur dass wir das jetzt exponentiell machen können. Es liegen so viele Chancen auf der Straße, man muss sie nur einsammeln. In dem Sinne: Schnappt euch die Pizza und belegt sie so, wie sie euch schmeckt.
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